Schallschutz bei Mauerdurchbruch?

...n lecker Bierchen trinken, relaxen und plaudern. Das kann man hier am besten!

Moderator: kubi

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100WChris
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Schallschutz bei Mauerdurchbruch?

Beitrag von 100WChris »

Hallo liebe Forumskollegen,
ich würde gerne den lärmenden Computer aus meinem Homestudio-Arbeitszimmer verbannen. Es besteht die Möglichkeit den Rechner nach nebenan zu stellen, dazu müsste ich ein Firewirekabel (Interface), ein DisplayPort-Kabel, eine USB-Verlängerung, drei XLR-Leitungen und eine Stromleitung durch die Wand verlegen.
Ich plane separate Bohrungen für jedes Kabel, bzw jede Kabelart im kleinst möglichen Durchmesser. Ich würde gerne eine großen Durchbruch vermeiden, dazu habe ich nicht das Werkzeug und die Wand ist recht massiv Wand (Mauerziegel).
das ganze soll natürlich möglichst schalldicht sein, meine Idee dazu: die Löcher mit Bauschaum verschließen und dann eine Vorsatz-Wandbox mit Akustikschaumstoff auskleiden, so dass die Kabel vom Durchbruch ca 30 cm nach unten zum Boden im Schaumstoff verlaufen… ich hoffe man versteht was ich meine?
Könnte das klappen? Oder hat jemand vielleicht Erfahrung mit solchen Kabeldurchbrüchen aus dem Studiobau und eine bessere Idee dazu?
Vielen Dank und beste Grüße
Chris
PS: gscheite KVM-Boxen fallen leider deutlich aus meinem Budget :(

jensenmann
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Re: Schallschutz bei Mauerdurchbruch?

Beitrag von jensenmann »

Bauschaum taugt dafür nicht weil er nicht offenporig ist. Der leitet Schall genauso wie Styropor oder sonstwas hartes. Du könntest einfach Basotect, Glaswolle oder anderes poröses Material in die Löcher stopfen. Da aus deinem Rechner ja kein hoher Pegel und schon gar keine Bässe kommen ist ein bisschen Schaum hinreichend. Bei der Arbeit habe ich eine Kabeldurchreiche durch eine 24er Stahlbetonwand. Da habe ich auch nur Basotect drin. Und draußen wüten meine Schüler gerne mal mit den 2x18" Subs. In dem Szenario ist das Regieraumfenster eher die Schwachstelle, als die Kabeldurchreiche.

Abgesehen davon kannst du das ja in Etappen bauen und ausprobieren. Falls die zugestopften Löcher nicht reichen kannst du immer noch ein Kasterl davor bauen. Je größer die Masse, um so besser die Dämmung zu tiefen Frequenzen hin. In teueren Studiokonstruktionen werden die Durchbrüche gerne mit Sand verfüllt.
Jens

wowi
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Re: Schallschutz bei Mauerdurchbruch?

Beitrag von wowi »

Moin, ich habe ein großes Loch (so 5 cm) mit einem langen Bohrer gemacht, in dem ich mehrere Bohrungen im Kreis gesetzt habe und dann den Zwischenraum rausgebrochen habe. Ich habe die Anzahl und Art der Kabel in den letzten 10 Jahren mindestens 5 Mal komplett geändert: Erst Firewire, dann MADI, erst VGA dann HDMI etc. Daher würde ich immer zu einer flexiblen Lösung raten. Wenn die Kabel drin sind, stopfe ich den Zwischenraum mit passend geschnittetenem Schallschutz-Schaumstoff (z.Bsp. Basotect) aus. Ich höre in der Regie nix von meinem Computer.

mch
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Re: Schallschutz bei Mauerdurchbruch?

Beitrag von mch »

Mahlzeit.
Ich würde doch eher zum großen Loch raten. Dazu nimmt eine Bohrkrone und einen Schaft mit Zentrierbohrer (die billigen vom P*llin reichen für ein, zwei Löcher).
Da gipst man dann ein HT-Rohr (Abflußrohr, Baumarkt, ab 40mm) rein. Das hat den Vorteil, daß es innen glatt ist und man leicht auch Kabel mit dickeren Steckern durchschieben kann, die dann auch nicht den Ziegelstaub abkriegen.
Verstopfen mit Basotect wie oben beschrieben.

100WChris
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Re: Schallschutz bei Mauerdurchbruch?

Beitrag von 100WChris »

Hi,
vielen danke für Eure Antworten! So werde ich's machen. Ich hab noch Sonorock rumliegen, die werde ich zum Stopfen verwenden. Wenn ich noch was höre (was ich auch nicht glaube…) werde ich einen Vorsatz basteln. Und ich überlege, ob ich doch ein größeres Loch mache… ich wollte den "Schaden" an der Wand möglichst gering halten, aber ein größerer Durchbruch hätte schon Vorteile… mal sehen.
beste Grüße
Chris

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